• Franziska

"Every breaking wave"

Aktualisiert: 21. Nov 2018


RELAXTE TAGE IN GNARALOO (6.-12.11.18)


Der Traum eines jeden guten Surfers ist einmal auf den endlosen Wellen von Gnaraloo zu reiten. Bei guten Bedingungen kann man unendliche Turns auf der gleichen Welle vollbringen. Solche „Lines“ sind hier in Gnaraloo weltweit einmalig.


Darum haben wir uns schon zu Beginn unserer Reise auf den Weg nach Gnaraloo gemacht. Von Carnarvon, wo wir unsere Tanks mit Wasser und Diesel aufgefüllt haben, haben wir den 3stündigen Weg nach dem sagenumwobenen Top Spot der Surfer unter die Räder genommen. 1 Stunde auf Teer, danach Luft ablassen und 1,6 Stunden auf Pad (ungeteerte Strasse). Die Strasse führt zu Beginn der Küste entlang, vorbei an einigen kargen Campingplätzen. Ein hohes Holztor zeigt nach drei Stunden holperiger Fahrt an, dass wir in Gnaraloo angekommen sind. Wir biegen auf der Hauptzufahrt nach links ab, um zum Spot „3 miles camp“ zu gelangen. Das Camp verfügt über ein Haupthaus, wo wir uns anmelden und eine Woche buchen (AUS 18.- pro Person und Tag). Für dieses Geld erhalten wir Strom am Haupthaus, Warmwasserdusche, Toiletten, Wasser für den Abwasch und die Entsorgung unseres Abfalls. Das Camp und die Stellplätze sind grosszügig angelegt und es stehen einige windige Plätze an der Beachfront zur Verfügung.


Ein kleiner Strand voller Muscheln, umsäumt von hohen Sanddünen, lädt am Camprand zum Schnorcheln ein. Der Surfspot befindet sich jedoch ca. 10 Minuten Fahrt vom Campingplatz entfernt und die Surfer müssen jeden Tag den sandigen und stotterig buckligen Weg hin und retour auf sich nehmen (s. Foto).


Das Camp ist von wenigen ausländischen und australischen Surffreaks und einigen australischen Familien besucht. Bis heute sind wir in Australien nicht so vielen Schweizern auf einem Flecken begegnet wie hier. Da ist René, der in Australien arbeitet und mit seinem Specialized Fatbike meine Aufmerksamkeit erweckt hat, Martin, der 4 Monate im Jahr seine Freizeit hier in Gnaraloo beim Surfen verbringt und unsere Platznachbarn, Esthi und Björn, das sportverrückte Paar aus der Innerschweiz, die seit einigen Jahren regelmässig sechs Wochen pro Jahr im windreichen Gnaraloo die Wellen auskosten.


Die Tage in Gnaraloo sehen bei guten Windverhältnissen relativ gleich aus. Am Morgen, wenn noch nicht viel Wind herrscht, frühstücken wir gemütlich und machen Yoga, Läufe oder Spaziergänge. Im Verlaufe des Nachmittages baut sich der Wind auf und der Konvoi mit den Campern, Bussen und Landcruisern zum Surfspot „Thomstones“ beginnt. Mit der Zeit wir der Spot gefüllt mit Surfern (eher am Morgen), Windsurfern und Kitern. Am Ende des Tages ist Laurent, ein französischer Windsurfer, dann der Letzte, der in der Dunkelheit seine Segel abbaut.


Gnaraloo 3 mile beach gehört geografisch zum Ningaloo Marine Park und die 3 Mile Lagoon ist eine „sanctuary zone“, d.h. es darf nicht gefischt (Nationalsport der Australier) werden. Die Natur soll so belassen werden, wie sie angetroffen wird. Muscheln dürfen nicht gesammelt werden und so begegnet man bei einem Strandspaziergang unzähligen Muscheln, auf dem Sand liegend wie kunstvoll arrangierte Kostbarkeiten aus dem Meer.


Zwischendurch macht ein Perentie (Varan) seinen Kontrollgang durch das Camp oder hohe Wasserfontänen zeugen, dass ein Wal an der Küste vorbeischwimmt und mit seinen Jumps die Surfer konkurrenzieren will. Gegen Abend begegnen wir am Surfspot oder an unserem „Kangaroo Point“ auch einigen Exemplaren dieser Springtiere, die Geri beim "Abriggen" oder uns beim Spazieren neugierig beobachten.


Ein Ausflug nach der 12 km entfernten Gnaraloo Bay hat sich sehr gelohnt. Das Riff ist sehr nahe und beim Schnorcheln konnten wir ein Meer von blauen Korallen und einige farbenfrohe Korallenfische beobachten. Da Lux Aufmerksamkeit auf sich zieht, ergaben sich auf dem Parkplatz von Gnaraloo Bay einige interessante Gespräche, v.a. mit Schweizern, wie Reto, dem Fotografen mit seinem „Redsands“ Camper, und mit einer Schweizer Familie mit ihren zwei kleinen Söhnen. Wir sind auch dem überaus freundlichen Sunny, einem Australier, der in Sidney wohnt und mit seinen Freunden, darunter der 20jährige John aus Deutschland, Australien umreist, begegnet. Schon mehrmals haben die Australier uns „good setup“ zugerufen und damit unseren Camper gemeint. Die Gespräche, die dadurch entstehen sind sehr anregend und die Australier geben uns gerne Tips, wohin wir noch reisen sollten und ob die Offroadwege für unseren Camper machbar sind.






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